Fallbeispiel
Ein Groß- und Einzelhandelsunternehmen mit 50 Mitarbeitern an drei Standorten in Deutschland und einem Jahresumsatz von EUR 15 Mio. steht vor dem Problem, dass der Kapitaldienst nicht mehr vereinbarungsgemäß erbracht werden kann.
Ausgewählte Problemstellungen und Umsetzungsmaßnahmen:
- Feststellung der „Altlasten“. Ein nicht unerhebliches Kreditvolumen beruht auf Investitionen für Geschäftsfelder, die aktuell nicht mehr betrieben wurden: Heizölauslieferungen, Siloware.
- Es wurde mit dem Kreditgeber eine befristete Zins- und Tilgungsaussetzung vereinbart.
- Das Kreditvolumen für das laufende (operative) Geschäft wurde in ein Gesamtengagement zusammengefasst und wird zukünftig mit einem einheitlichen Zinssatz verzinst. Die Tilgungsraten wurden ebenfalls vereinheitlicht.
- Es wurden eine Vielzahl von Lieferantengesprächen erfolgreich geführt mit dem Ziel veränderter Konditionen: niedrigere Einkaufspreise, verlängerte Zahlungsziele, Skontogewährung.
- Der Hauptlieferant war aufgrund des Entgegenkommens des Kreditgebers bereit auf einen Teil seiner Forderungen gegen Ausstellung eines Besserungsscheins zu verzichten.
- Umstellung von Großaufträgen von Lager auf Strecke.
- Schließung eines Standorts.
- Abschaffung eigener Fuhrpark; Auftragsvergabe an Spediteure.
- Einführung einer Deckungsbeitragsrechnung für Artikelgruppen. Reduzierung des Sortiments von Verlustbringern.
- Verbesserung der Arbeitsabläufe in Lager und Verwaltung.
- Senkung der Sachkosten aufgrund eines detaillierten Maßnahmenkataloges.
- Erstellung einer Ertrags- und Liquiditätsplanung für 18 Monate unter voller Berücksichtigung des Kapitaldienstes für das laufende (operative) Geschäft.
- Bereits nach 9 Monaten ausgeglichenes Ergebnis trotz Restrukturierungskosten.
- Im 15. Monat konnte auch der Kapitaldienst für die „Altlasten“ wieder aufgenommen werden.